Stressbewältigung ist wichtig für unsere Gesundheit

Wir haben genug zu Essen, müssen im Winter nicht frieren und leben seit 3 Generationen in einem  Land, das keinen Krieg führt. Und trotzdem steht ein beachtlicher Teil der Bevölkerung oft unter großem Stress. Wird diese Belastung zum „Dauerbrenner“, hat das gesundheitliche Folgen, die vielen Menschen noch nicht ganz klar sind. Denn heutzutage ist Stress EIN großer Auslöser von chronischen Erkrankungen.

Unsere Vorfahren, die Höhlenmenschen, gerieten unter Stress, wenn es um Leben oder Tod ging. Stand ihnen ein Säbelzahntiger gegenüber, hieß es „Kämpfen oder Flüchten“. In diesem Moment war es wichtig, alle Energien zu mobilisieren, um höchsten körperlichen Anstrengungen gerecht zu werden. Verdauung, Immunsystem und Konzentration wurden für diese relativ kurze Zeit heruntergefahren - Überleben war jetzt höchste Priorität!

War die Gefahr gebannt, der Säbelzahntiger erlegt oder der Mensch entkommen, war das Adrenalin schnell abgebaut und der Körper konnte sich wieder um die eben noch vernachlässigten Aspekte „Regenerieren oder Verdauen“ kümmern.

Vereinfacht passiert Folgendes: die gerade beschriebene Art der Stressbewältigung wird über das vegetative Nervensystem (VNS) gesteuert von sympathischen („fight or flight“) und parasympathischen („rest or digest“) Nervenbahnen. Diese Vorgänge sitzen im wahrsten Sinne des Wortes so tief in unserem Stammhirn, dass sie sich seit der Zeit der Höhlenmenschen nicht verändert haben. Es macht deshalb für unseren Körper keinen Unterschied, ob ein Säbelzahntiger oder der Vorgesetzte, der Nachbar, der Ex-Partner oder die berüchtigte Schwiegermutter vor uns steht. Hinzu kommt, dass wir von einer vermeintlich belastenden Situation in die nächste geraten und wir oft keine Möglichkeit haben, das angestaute Adrenalin abzubauen. Denn wir sitzen vielleicht gerade im Auto im Stau oder in einem Geschäfts-Meeting und können uns nicht mal eben verabschieden, um uns auszupowern.

Außer dem bereits erwähnten Hormon Adrenalin gibt es weitere Stresshormone wie Noradrenalin und das bekanntere Cortisol, das vor allem bei chronischem Stress ausgeschüttet wird. Es unterliegt einem circadianen Rhythmus, also einem Tagesrhythmus und ihm verdanken wir unter anderem, dass wir morgens schwungvoll und im Idealfall gut gelaunt aus dem Bett kommen und den Tag angehen können. Cortisol hat eine entzündungshemmende Wirkung, es hält also unser Immunsystem in Schach. Wird nun dauerhaft sehr viel dieses Hormons freigesetzt, können unsere Abwehrkräfte nicht angemessen auf äußere Einflüsse reagieren. Wir neigen zu Infekten oder Wundheilungsstörungen. Des Weiteren ist Cortisol ein Gegenspieler des Hormons Insulin, mit dessen Hilfe der von der Nahrung aufgenommene Zucker (Glucose) in die Zellen gelangt. Fehlt Insulin dauerhaft, steuern wir auf einen Diabetes mellitus, mit all seinen Komplikationen, zu.

Aus diesen und noch weiteren Gründen ist eine gute Stressbewältigung so wichtig für unsere Gesundheit. Hierbei unterstütze ich Sie gerne mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln.

Dauerhafter Stress kann folgende Körpersysteme negativ beeinflussen:

  • Augen
  • Haut
  • Herz-Kreislauf-System
  • Immunsystem
  • Knorpel und Bindegewebe
  • Lunge
  • Nervensystem
  • Nieren
  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • Verdauungssystem

Wer sich heute nicht die Zeit nimmt, seine Gesundheit zu pflegen, muss sich morgen die Zeit nehmen, seine Krankheit zu heilen.
Konfuzius, chin. Philosoph